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Lamezia
Terme
Lamezia
Terme Ortschaft mit 72000 Einwohner, bestehend aus den Gemeinden
Nicastro, Sambiase und St. Eufemia. Die Eigentümlichkeit
der Stadt ist die Nähe vom Meer und den Bergen.
Nicastro
wurde von den Byzantinern gegründet und hat sich unter
den Normannen und der nachfolgenden schwäbischen Herrschaft,
entwickelt. Die Altstadt, S. Teodoro, liegt auf einer Anhöhe,
wo sich auch die Ruine des normannisch-schwäbischen Schlosses
befindet. Zwischen den Häusern sieht man die vagli (eine
Art von Höfen) die man durch einen Bogen betritt, sie bieten
einen pittoresken Anblick.
Sehenswürdigkeiten: Die breite Hauptstrasse „Numistrano“
aus dem XVIII Jh. In unmittelbarer Nähe befindet sich das
kleine Theater Umberto, bekannt als Pidocchietto, („Lausi“),
welcher Jugendfreizeitsaal der Rosenkranzbruderschaft war.
Neben dem Theater finden sich das Kloster und die Kirche von
St. Domenico, wo sich im Jahre 1598 der Philosoph Pater Tommaso
Campanella aufhielt.
Das archäologische Museum ist mit bedeutenden Zeugnissen
von Ausgrabungen in Casella di Maida, S. Pietro Lametino, Acconia,
Balzano di Maida, S. Eufemia Vetere ausgestattet. Der aus dem
IV Jh. v. Chr. stammende Goldschatz von St. Eufemia, der heute
im British Museum of London ausgestellt ist, wird auf Bildtafeln
dargestellt.
Das Schloss: Die wahrscheinlich schon bestehende Struktur erfährt
Ende des XI Jh. Änderungen, die sich im normannischen Stil
darstellen. Der Oberteil und der Vorderteil gehen auf das XII.
Jh. zurück. Im Innenraum befanden sich, mit Mauern und
mit vier Türmen eingefriedet, die Militärkaserne,
ein Exerzierplatz und große Wasserzisternen. Ab 1595 wurde
es als Gefängnis benutzt. Die Struktur wurde durch ein
Erdbeben im Jahre 1783 schwer beschädigt.
Die Kathedrale: die heutige Kathedrale wurde 1640 gegründet.
Im Laufe der Jahre wurden viele Veränderungen vorgenommen,
die erste Mitte des XVIII. Jh., die zweite am Anfang des XIX
Jh. Im Jahre 1925 wurde sie in neoklassizistischem Baustil neu
eingerichtet: die Fensterrose wurde beseitigt und ein großes
Portal wurde geöffnet. Ihr aktuelles Aussehen bekam die
Kathedrale zwischen 1959 und 1961 .
Das Diözesanmuseum: Mit seiner Ausstellung bietet das Museum
einen Einblick in die Ereignisse der Diözese und dokumentiert
die Entwicklung der heiligen Kunst. Nennenswert: Die arabisch-sikulische
Anfertigung des Elfenbeinkästchens aus dem XII Jh.; Heiligenschreine
der Arme von S. Giovanni Battista - Johannes der Taufer - und
von S. Stefano - Heilige Stefan - (XV Jh.); Kirchenausstattung
von neapolitanischem Silberschmied; eine Statue der Madonna
delle Grazie von Domenico Gagini (XV Jh.); ein Schrein aus Perlmutt
(XVII Jh.); ein Mattia Preti zugeschriebenes Gemälde von
S. Francesco d’Assisi –Heilige Franz von Assisi
- eine Assunta der Schule von Carlo Maratta.
Adelspaläste: Palazzo Nicotera (von einem breiten Portal
und einem Adelswappen charakterisiert), Palazzo Sacchi (mit
wunderschönem Stuck der Loggia aus dem XVII Jh.), Palazzo
Statti (mit barockem Schmuck aus dem XVII. Jh.), Palazzo D’Aquino
(XVII Jh.), Palazzo D'Ippolito ( XVIII Jh.), Palazzo Niccoli.
Bibliotheken: Stadtbibliothek, Haus des antikes Buches, Diözesanbibliothek.
(weitere....)
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